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Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, die trotz aller Maßnahmen immer mehr zunimmt.
85% aller Österreicher leiden irgendwann in Ihrem Leben unter Beschwerden, die mit der Wirbelsäule zusammenhängen. Bewegungsmangel, Übergewicht oder beruflicher Stress sind mögliche Ursachen für das Auftreten von Rückenschmerzen. Die gesamte Gesundheitsbranche mit Krankenhäusern, Ärzten, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftern sind andauernd mit Rückenpatienten beschäftigt und versuchen den besten Weg zurück zur Gesundheit für die jeweilige Person zu finden. Fakt ist, dass chronische Schmerzen durch die klassischen Rückenschulen nur mäßig gelindert werden können, bzw. einige Zeit nach Beendigung der Therapie wieder auftreten.
Dr. Günther Pappert, Dozent der Sportuniversität Salzburg, und Mag. Bernd Schmölzer, Sportwissenschafter, haben in mehreren Jahren ein ganzheitliches Rückentrainingskonzept erarbeitet, das unter dem Titel „Core – Training für einen gesunden Rücken“ im Buch-Fachhandel erhältlich ist.
Das an der Universität Salzburg entwickelte Übungskonzept entspricht einem ganzheitlichen Ansatz zur Optimierung der Rumpfmuskulatur als Steuer- und Bewegungszentrum. Dabei wird die tiefliegende wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur ebenso trainiert wie die oberflächlichen, großen Bewegungsmuskeln. Nur das Training dieser beiden Muskelsysteme garantiert einen langfristigen Erfolg in der Vorbeugung oder Behandlung von Rückenproblemen und macht aus ihrem Körper ein „erdbebensicheres Gebäude“. In anschaulichen Bildern und prägnanten Erklärungen werden die Übungen dargestellt. Die Übungen sind in verschiedene Schwierigkeitsstufen unterteilt und so für die unterschiedlichen Zielgruppen gut umsetzbar. Die Autoren wenden sich mit diesem Buch an Personen die aktiv etwas für Ihre Gesundheit machen wollen, ist aber auch für Übungsleiter nützlich, die damit ein Repertoire für die Gestaltung effektiver Trainingsstunden erhalten.
Im englischsprachigen Raum werden seit kurzer Zeit die Begriffe „Core stabilization oder Core Coordination“ verwendet. Als Kern („core“) jeder Bewegung wird dabei unser Rumpf identifiziert. Nur wenn dieser stabil ist, kann eine Bewegung koordiniert ablaufen. Eine abgeschwächte bzw. in der Koordination gestörte Rumpfmuskulatur ist oft entscheidend für die Entstehung von Rückenschmerzen! Die Muskeln, die nahe der Wirbelsäule liegen und einzelne Wirbel muskulär verspannen, werden als lokale Stabilisatoren bezeichnet. Sie festigen die Wirbelsäule und machen sie für Bewegungen bereit. Oberflächliche, große Muskelgruppen wie z.B. der gerade Bauchmuskel werden als globale Mobilisatoren bezeichnet, da sie unseren Körper bewegen. Neben den globalen Mobilisatoren gibt es noch die dritte Gruppe der globalen Stabilisatoren, die ebenfalls nahe der Körperoberfläche liegen, wie z.B. die schrägen Bauchmuskeln. Vereinfacht gesagt, gibt es lokale und globale Muskeln, welche Gelenke stabilisieren, während sie von anderen Muskeln bewegt werden. Dieser Zusammenhang gilt für unseren gesamten Körper und nicht nur für die Wirbelsäule.
Wenn die lokalen und globalen Muskeln schematisch dargestellt werden, ergibt sich ein Bild eines doppelwandigen Zylinders. Die innere Wand des Zylinders wird von den tief liegenden lokalen und die äußere Wand von den oberflächlichen, globalen Muskeln gebildet.

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